Ökotest: Schadstoffe im Sonnenblumenöl

Egal ob zum Backen oder Anbraten – Sonnenblumenöl gilt als Allrounder in der Küche. Ökotest hat nun 21 Produkte genauer unter die Lupe genommen. Erschreckend: In fast allen Produkten konnten die Tester Rückstände von Mineralöl nachweisen.

So konnten die Tester im Labor in allen getesteten Sonnenblumenölen gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe, sogenannte MOSH nachweisen. Diese Stoffe sollen sich in Organen wie der Leber anreichern können. Besonders hoch war die Konzentration dieser MOSH zum Beispiel in den Ölen von “THOMY” oder der Eigenmarke von “Penny”. Welche gesundheitlichen Auswirkungen das hat ist zwar noch unklar – unappetitlich ist es aber in jedem Fall.

In zwei getesteten Sonnenblumenölen, darunter auch das Produkt der Bio-Marke “Dennree” fanden die Tester sogar Benzopyren. Dieser Stoff steht im Verdacht krebserregend zu sein. Besonders unappetitlich wurde es beim Bio-Öl von “dm”. Hier konnten die Tester ein Schimmelpilzgift nachweisen.

Nur ein Produkt ist frei von Schadstoffen

Lediglich in einem getesteten Produkt wurden keine Schadstoffe festgestellt: Das Sonnenblumenöl von “Bio Planéte” erhielt daher die Testnote “sehr gut”. Allerdings gehört es mit rund sieben Euro pro Liter auch zu den teuersten im Test.

Etwas günstiger und für “gut” befunden waren zum Beispiel die Sonnenblumenöle von “REWE Bio” und der Eigenmarke von “Kaufland”. Den vollständigen Test finden Sie bei Ökotest (€).

Bild: iStock/sergeyryzhov

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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