Fahrradhelme im Test

Rad statt Auto: Nicht zu letzt wegen Corona sind in den vergangenen Monaten immer mehr von uns auf den Drahtesel umgestiegen. Aber gerade in der Stadt kommen sich Radler und andere Verkehrsteilnehmer teilweise gefährlich nahe.

Wenn es brenzlich wird, kann ein Fahrradhelm Leben retten – auch, wenn er für viele von uns ein optischer Dorn im Auge ist. Die Stiftung Warentest hat sich 14 Modelle für Erwachsene nun genauer angeschaut. Darunter ist auch ein spezieller “Airbag”-Helm, welcher die Frisur nicht zerstören soll.

Guter Schutz muss nicht teuer sein

Insgesamt acht getestete Helme haben mit “gut” abgeschnitten. Der günstigste von ihnen kostet gerade einmal 45 Euro (“Fischer Urban Plus”). Hier bemängelten die Tester jedoch die Passform und den Tragekomfort. In dieser Kategorie überzeugte der “ALPINA HAGA LED”, der allerdings mit 160 Euro ziemlich teuer ist. Ebenfalls gut abgeschnitten haben die Produkte “Urex City i-vo Mips” (120 Euro) und der “Nutcase Vio Mips LED” (160 Euro). Den vollständigen Test finden Sie bei der Stiftung Warentest (€).

 Schon gewusst? 
E-Bikerinnen und E-Biker brauchen aufgrund der teils höheren Geschwindigkeiten einen speziellen Kopfschutz. Für sie sind nicht alle klassischen Fahrradhelme geeignet.
So wurde getestet

Im Labor wurde mit einem Crash-Test-Dummys ein Aufprall bei einer Geschwindig­keit von bis zu 22 Kilo­meter pro Stunde nachgestellt. Auch wurden verschiedene Situationen simuliert bei denen beispielsweise der Aufprall auf die Stirn, den Hinterkopf oder die Seite nachgestellt wurde.



Auch “Airbag”-Helm funktioniert

Da viele Menschen Helme ablehnen, weil sie beispielsweise die Hitze des Kopfes schlecht ableiten oder die Frisur zerstören, hat die Stiftung Warentest auch einen speziellen “Airbag für Radfahrer” getestet. Dieser wird um den Hals gelegt wird und bei einem Unfall in wenigen Millisekunden ausgelöst. Der “Hövding 3” wurde von den Testern nicht abschließend bewertet. Beim Test hat er “ordnungsgemäß ausgelöst” und würde bei einem Unfall vermutlich schützen. Mit 350 Euro aber eines der teuersten Produkte im Test.

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Bild: iStock/Diamond Dogs (Symboldbild)

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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