Mallorca-Ansturm: Darauf sollten Sie achten!

Auf diese Nachricht haben wir alle wohl seit langem gewartet: endlich wieder Reisen, endlich wieder Mallorca! Sicherlich kann man hier geteilter Meinung sein, aber nach 12 Monaten im Lockdown, 12 Monaten ohne große Ausflüge und Reisen ist die Vorfreude auf Sommergefühl bei uns Deutschen aktuell größer denn je.

Vor wenigen Tagen hat das Auswärtige Amt einige beliebte Urlaubsregionen von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Das bedeutet: Urlaubsreisen beispielsweise auf die bei Deutschen so beliebte Insel Mallorca zieht keine Quarantäne bei Rückkehr nach sich. Neben Mallorca sind auch Ibiza und Menorca, Istrien (Kroatien) und die Azoren (Portugal) aktuell keine Risikogebiete mehr. (Stand: 19.03.2021).

Aber was bedeutet das nun für uns Verbraucher? Am Ende bleibt ein kleines Restrisiko. Natürlich kann sich die Situation jederzeit wieder ändern und plötzlich wird das Urlaubsland, in dem Sie sich befinden, wieder zum Risikogebiet. Dann droht Ihnen bei Rückkehr nach Deutschland doch wieder die Quarantäne. Und auch die politische Lage ist derzeit hochdynamisch. Erste Politiker haben bereits eine Testpflicht für alle Reiserückkehrer ins Spiel gebracht, die nun wohl konkreter werden soll. Einige Airlines kündigten jüngst an ihre Passagiere künftig vor Abflug selbst testen zu wollen.

Vorteile einer Pauschalreise

Insolvenzabsicherung über Sicherungsschein

Gesetzliche Absicherung bei Reisemängeln. Diese können bis zwei Jahre nach Ende der Reise geltend gemacht werden

Reiseleitung vor Ort als Ansprechpartner

Sollten Sie trotzdem Ihren Urlaub planen wollen, empfehlen wir Ihnen: Buchen Sie auf jeden Fall eine Pauschalreise. Verzichten Sie auf individuelle Buchungen. Warum? Die Pauschalreise ist aktuell rechtlich am besten abgesichert. Zum einen müssen alle Reiseveranstalter einen Reisesicherungsschein vorlegen. Im Falle einer Insolvenz beispielsweise springt dann hier eine Versicherung ein.

Auf der anderen Seite bieten die meisten Reiseveranstalter derzeit sehr flexible Storno- und Umbuchungsoptionen an. So sind Stornierungen ohne Angabe von Gründen meist noch bis 14 Tage vor Abreise möglich.

Negativer Test und QR-Code für Einreise

Die meisten Anbieter unterstützen und informieren Sie zudem bei der Einreise. Denn wer derzeit nach Spanien reisen möchte, braucht einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. In einigen Fällen ist dieser Test im Reisepreis bereits inbegriffen, ansonsten müssen Sie die Kosten dafür selbst tragen.

Zudem müssen Sie sich vor der Einreise auf dem Spain Travel Health Portal oder der dazugehörigen App registrieren. Das geht frühestens 48 Stunden vorher. Nach der Registrierung bekommen Sie dann einen QR Code, welcher zusammen mit dem negativen Testergebnis beim Check-In vorgezeigt werden muss. Den QR-Code und das negative Testergebnis brauchen Sie dann auch noch mal in Spanien bei der Einreise.

Weitere Informationen zur Einreise finden Sie beim Auswärtigen Amt.

Vorsicht vor Mietwagen-Abzocke
Bild: iStock/ArteisaWells
Zum klassischen Mallorca-Urlaub gehört für die meisten natürlich noch ein Mietwagen. Bevor Sie hier aber Hals über Kopf beim erstbesten Anbieter buchen, sollten Sie einiges beachten. So lässt sich oft Geld sparen und Stress vermeiden.

Wie finde ich einen günstigen Anbieter?

Dafür bieten sich die diversen Vergleichsportale an. In einem Test der Stiftung Warentest aus 2016 schnitten zwei Buchungsportale gut ab: Billiger Mietwagen und CHECK24*.

Worauf muss ich bei Abschluss achten?

Achten Sie auf ausreichenden Versicherungsschutz: Hohe Haftpflicht, Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Je nach Urlaubsort empfehlen wir noch Absicherungen wie beispielsweise Unterbodenschutz sowie Glas- und Reifenschutz. Außerdem sollten Sie eine faire Tankregelung wählen. Unser Tipp: Vollgetankt abholen, vollgetankt zurückgeben. Achten Sie auf die Höhe der erforderlichen Mietkaution. Diese beträgt zwischen 300 und 2.000 Euro. Bedenken Sie, dass der Betrag auf Ihrer Kreditkarte geblockt wird. Ggf. müssen Sie den Verfügungsrahmen durch Ihre Bank anpassen lassen.

Was muss ich bei Abholung beachten?

Lassen Sie sich keine Zusatzversicherungen “aufquatschen”. Oft werben Anbieter mit Schnäppchenpreisen und versuchen dann am Flughafen über den Verkauf von Versicherungen, mehr Kasse zu machen. Am beliebtesten ist der Verkauf der “Vollkasko ohne Selbstbeteiligung”. Denn auf dem meisten Mietwagenportalen ist es so, dass Sie zwar eine VK ohne SB abschließen, diese aber nur eine Rückerstattung der Selbstbeteiligung nach Schadenabwicklung beinhaltet. Im Urlaubsland selbst müssen Sie die Selbstbeteiligung vorstrecken, am Schalter wird man Ihnen nun eine Versicherung anbieten, die die mögliche vorzustreckende Selbsbeteiligung im Schadenfall auf 0 Euro setzt. Lassen Sie sich darauf nicht ein!

Was ist die “Mallorca-Police”?

Diese hat per se erstmal nichts mit Mallorca an sich zu tun. Vielmehr sorgt der Zusatz in der Versicherung dafür, dass die Haftpflichtversicherung des ausländischen Anbieters auf deutsches Niveau angehoben wird. Denn oft sind die Haftpflichtversicherungen im Ausland weit entfernt von deutschen Deckungsummen.

 Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Situation sehr dynamisch ist und sich jederzeit ändern kann. Aktuelle Informationen zu Reisewarnungen, finden Sie beim Auswärtigen Amt.

Bild: iStock/Terroa

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*Wir nehmen am CHECK24.net Partnerprogramm teil. Sollten Sie auf den Link klicken und eine Buchung auf dem Portal vornehmen, erhalten wir dafür eine Werbekostenerstattung. Für Sie entstehen dadurch keine Nachteile.

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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