Abzocke mit Ferienwohnungen

Die Inziddenzzahlen sinken und so langsam steigt die Hoffnung auf einen halbwegs normalen Sommer mit Sonne, Strand und Meer. Wer sich aktuell nach Urlaubsreisen umschaut wird eines feststellen: die Preise sind für viele Reiseländer ordentlich gestiegen. Noch sind an vielen Orten die Hotelkapazitäten nicht hochgefahren. Die Reiseveranstalter können also die gestiegene Nachfrage nur bedingt bedienen.

Aufgrund der noch unsicheren Situation schauen auch viele Urlauber nach Ferienwohnungen und Ferienhäusern innerhalb Deutschlands. So entfällt eine weite Anreise. Aber auch hier steigt die Nachfrage seit Wochen. Das nutzen Betrüger!

Wie wird abgezockt?

Die Betrüger nutzen die gestiegene Nachfrage und stellen auf den bekannten Portalen gefälschte Mietangebote ein. Schöne Fotos – eine tolle Beschreibung und zu allem Glück auch noch ein super Preis. Da denkt man als Urlaubsuchender nicht lange nacht und klickt auf den “Buchung bestätigen” – Button. Leider kommt es immer häufiger vor, dass die inserierten Wohnungen nicht existieren. Das bereits überwiesene Geld ist dann weg und kann – da auch die Angaben zum Vermieter falsch waren – nicht mehr zurückgeholt werden.

Wie entlarve ich die Fakes?

Das Wichtigste ist: sich nicht stressen lassen und das erstbeste Angebot buchen. Ja, die Nachfrage ist groß, aber nur wer sich Zeit lässt, lässt auch die entsprechende Sorgfalt bei der Auswahl der Ferienwohnung walten.

Unsere Tipps:

  • Schauen Sie sich die Fotos ganz genau an. Machen diese Sinn? Passen die Bilder zusammen und erwecken sie den Eindruck, zu einer Wohnung / zu einem Haus zu gehören?
  • Gibt es eine Anschrift und eine Telefonnummer des Vermieters? Nehmen Sie direkt Kontakt auf.
  • Checken Sie die angegebene Anschrift über einen Kartendienst, wie beispielsweise Google Maps. Sofern möglich, prüfen Sie auch Satellitenbilder.
  • Nehmen Sie ggf. Kontakt mit der Touristen-Information vor Ort auf. Meist gibt es hier eine Übersicht aller Beherbungsbetriebe und aller Vermieter.
  • Überweisen Sie kein Geld direkt an den Vermieter sondern nutzen Sie sichere Bezahlwege wie Paypal, Giropay oder Kreditkarte. Noch besser: zahlen Sie vor Ort bei Anreise.

Bei Portalen, wie beispielsweise Airbnb sind Sie abgesichert, denn hier erfolgt die Zahlung an den Vermieter erst nach Einzug. Und im berechtigten Reklamationsfall wird die Miete durch das Portal erstattet.

Wenn Sie diese Hinweise beachten, dann steht einem traumhaften Sommerurlaub nichts im Wege!

Bild: iStock/Franck-Boston

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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