Wann lohnt sich eine Fahrradversicherung?

300.000 Fahrräder werden im Schnitt jedes Jahr in Deutschland gestohlen. Die meisten finden ihren Weg zum Eigentümer leider nicht zurück. In diesen Fällen wäre es gut, wenn Sie als Fahrradbesitzer gut abgesichert sind.

Grundsätzlich ist es so, dass Fahrräder oft bereits in der Hausratversicherung mitversichert sind – meistens mit 1% der Versicherungssumme. Doch hier gibt es einen kleinen Haken: Denn die Versicherung greift oft nur, wenn Ihr Fahrrad durch Einbruchdiebstahl gestohlen wird. Steht Ihr Rad also im Innenhof und kommt so weg, zahlt die Versicherung in den meisten Fällen nicht. Anders sieht es aus, wenn der Dieb Ihre Kellertür aufbricht, um an Ihr Fahrrad zu kommen.

Alternativ bleibt Ihnen nur eine spezielle Fahrradversicherung. Diese kommt auch dann für den Verlust auf, wenn Ihr Fahrrad beispielsweise auf offener Straße gestohlen wird. Gerade bei teuren Fahrrädern lohnt sich die Investition in diese Versicherung, die zwischen 80 und 120 Euro im Jahr kostet (bei einem Versicherungswert von 1.000 Euro). Aber auch hier gelten natürlich Regeln, in welchen Fällen die Versicherung einspringt. Grob fahrlässiges Handeln ist im Regelfall nicht abgesichert. Lassen Sie also Ihr Rad unabgeschlossen vor dem Supermarkt stehen und es wird gestohlen, so zahlt die Versicherung hier keinen Cent!

Welche Fahrradversicherung lohnt sich wirklich? Die Kollegen von Finanztest haben kürzlich 62 Tarife gecheckt.

Bild: iStock/Animaflora

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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