Mehr Rente, weniger Plastik: Das ändert sich im Juli

Der Monatswechsel bringt wieder einmal viele Änderungen: Von Rentenerhöhungen, über das Ende der Home-Office-Pflicht bis hin zum Verbot von Einwegplastik.

 Mehr Rente

Die Renten steigen in Ostdeutschland um 0,72 Prozent. Dies entspricht der gesetzlich vorgesehenen Ost-West-Angleichung. Für die neuen Bundesländer steigt der aktuelle Rentenwert damit auf 33,47 Euro. In Westdeutschland beträgt er weiterhin 34,19 Euro. Grund hierfür ist die Corona-Pandemie, die negative Auswirkungen auf die Lohnentwicklung hat. Diese ist die Grundlage für die jährliche Anpassung der Rente.

 Verbot von Einwegplastik

Ab dem 3. Juli sind in Deutschland zahlreiche Einwegplastik-Produkte verboten. So dürfen zum Beispiel Strohhalme und Einweggeschirr nicht mehr produziert werden. Das gilt auch für einige Produkte aus Styropor. Bereits produzierte Ware darf jedoch noch abverkauft werden.

 Home-Office-Pflicht endet

Die Pflicht zum Arbeiten von zuhause endet zum Monatswechsel. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen also kein Home-Office mehr ermöglichen. Jedoch gelten im Büro weiterhin Corona-Regeln: So müssen Arbeitgeber weiterhin betriebsbedingte Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Zudem soll die Anzahl der gleichzeitig Anwesenden Mitarbeitern in einem Raum weiterhin reduziert sein. Übrigens: Ihr Arbeitgeber ist aber weiterhin verpflichtet Ihnen zwei Mal pro Woche einen Corona-Test anzubieten.

 Digitaler Impfausweis für den Urlaub

Pünktlich zum Start der Sommerferien in einigen Bundesländern, startet im Juli auch der digitale Impfausweis – EU-weit. Mit dem digitalen Impfnachweis sollen Sie dann auch innerhalb der EU eine Impfung gegen das Coronavirus problemlos nachweisen können.

 Förderung für Hausbau- und Sanierung

Wer Fördermittel für Baumaßnahmen beantragen will, hat es demnächst leichter. Ab dem 1. Juli greift die neue “Bundesförderung für effiziente Gebäude”. Diese vereint mehrere Programme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und KfW-Bank. Die Förderung soll insgesamt einfacherer beantragt werden können. So muss beispielsweise nur noch ein einziger Antrag gestellt werden.

3G-Netz wird abgeschaltet

Die Deutsche Telekom und Vodafone schalten zum Monatswechsel ihr 3G-Netz ab. Kunden, die noch ein altes Smartphone benutzen oder einen Vertrag haben, der das 4G-Netz (LTE) nicht einschließt, müssen handeln. Laut den Anbietern sind jedoch nur sehr wenige Kunden betroffen. Wer betroffen ist, sollte sich an seinen Mobilfunkanbieter wenden. Übrigens: Telefongespräche und SMS-Nachrichten sind trotz der Abschaltung möglich, da hierfür ein anderes Netz verwendet wird.

Online-Shopping im Ausland wird teurer

Wer außerhalb der EU Waren bestellt, muss bald tiefer in die Tasche greifen: Denn ab dem 1. Juli entfällt die Freigrenze von 22 Euro für die Einfuhrumsatzsteuer. Sie wird jetzt immer fällig – also auch bei Waren, die weniger als 22 Euro kosten. Für die meisten Produkte gilt dann ein Satz von 19 Prozent bzw. 7 Prozent Einfuhrumsatzsteuer. Für den eigentlichen Zoll gilt übrigens weiterhin eine Freigrenze von 150 Euro.

Bild: iStock/Tatiana Atamaniuk

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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