Jetzt auch Online: Entschädigung bei Bahn-Verspätung

Pro Jahr kommen Züge der Deutschen Bahn im Schnitt drei Millionen Minuten zu spät. Wer schon einmal Bahn gefahren ist, hat sicher auch schon Erfahrungen mit Verspätungen gehabt. Glücklicherweise gibt es seit vielen Jahren eine klare Regelung, in welchen Fällen man eine finanzielle Entschädigung erhält. Dafür musste bisher ein Formular ausgefüllt und per Post an die Bahn geschickt werden. Auch die Abgabe im Reisezentrum ist möglich.

Neu: Entschädigung online beantragen

Das ändert sich nun und wird verbraucherfreundlich. Denn ab dem 1. Juni 2021 können Erstattungsansprüche auch digital eingereicht werden. Das soll dann in der Bahn-App möglich sein und laut Bahn-Chef “nur 5 Minuten Zeit kosten”. Wer die App nicht nutzt kann dies auch auf www.bahn.de erledigen.

Das Fahrgastrechte – Formular wird aber erhalten bleiben. Wer also seine Erstattungsansprüche nicht digital geltend machen will, kann dies weiter analog tun.

Welche Ansprüche habe ich?

Ab 60 Minuten verspäteter Ankunft am Zielbahnhof: 25% Entschädigung des gezahlten Reisepreises für die einfache Fahrt.

Ab 120 Minuten verspäteter Ankunft am Zielbahnhof: 50% Entschädigung des gezahlten Reisepreises für die einfache Fahrt.

Zudem können Sie ggf. noch Kosten für andere Verkehrsmittel bzw. auch für Übernachtung in einem Hotel geltend machen. Dies gilt für Reisen mit einer planmäßigen Ankunft zwischen 0 und 5 Uhr und einer Verspätung von mindestens 60 Minuten. Hier werden angemessene Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet.

Bild: iStock/FroggyFrogg

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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