Diesel-Skandal: Verbraucherschützer verklagen Daimler

Nachdem Verbraucherschützer bereits für zahlreiche VW-Kuden Entschädigungen erstritten haben, geht der Streit nun in die nächste Runde. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat nun eine entsprechende Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG vor dem OLG Stuttgart eingereicht.

Vorwurf: Verbotene Abschalteinrichtungen

Grund für die Musterfeststellungsklage sind die Rückrufe des Kraftfahrbundesamtes von bestimmten Mercedes Fahrzeugen. Konkret handelt es sich um Mercedes GLC- und GLK-Fahrzeugmodelle mit dem Motortyp OM651. Der Vorwurf: Es sollen unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut, die dafür sorgen, dass die Fahrzeuge die zulässigen Grenzwerte für Abgase einhalten. In der Realität werden die Werte dann aber deutlich überschritten. Ein ähnliches Verfahren hatten die Verbraucherschützer 2018 gegen den Volkswagenkonzern geführt.

„Der vzbv geht davon aus, dass mit der Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG Verbraucher:innen Schadensersatz verlangen können. Mögliche Betroffene erhalten die Gewissheit darüber, ob die Daimler AG in mehreren Fahrzeugmodellen absichtlich unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut hat.“

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Wer überprüfen möchte, ob sein Fahrzeug von der Musterklage erfasst wird, kann das online tun. Die Verbraucherzentrale stellt dafür ein entsprechendes Online-Tool bereit, welches in den kommenden Wochen freigeschaltet werden soll.

Bild: iStock/frantic00

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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