Strompreise verdoppelt!

Seit Wochen trudeln bei uns Verbraucherinnen und Verbrauchern die Preiserhöhungen der Energieversorger ein – teilweise hat sich der Strompreis pro Kilowattstunde sogar verdoppelt. Und ein Ende dieser Preisspirale ist nicht in Sicht. Leider nutzen einige Energieversorger diese unsicheren Zeiten dafür, sich an laufende Verträge nicht zu halten!

Preisgarantie gekündigt

Bei den Verbraucherzentralen häufen sich in den letzten Wochen Beschwerden darüber, dass einige Stromversorger die bestehenden Verträge kündigen – und das, obwohl oft Preisgarantien ausgesprochen worden sind. Oft sind diese noch nicht abgelaufen.

Die Briefe sind dabei so formuliert, dass Sie uns suggerieren, als wenn die Energieversorger im Recht wären. Dort heißt es zum Beispiel “Schweren Herzens müssen wir die Preisgarantie unter den gegeben Umständen aufheben.” Dabei haben Sie einen Vertrag abgeschlossen, der für beide Seiten bindet ist.

Hat Ihnen Ihr Stromversorger eine Preisgarantie für eine bestimmte Laufzeit zugesagt – meist 12 oder 24 Monate – so muss er diese auch einhalten. Und dabei ist es unerheblich, dass seine eigenen Beschaffungskosten am Markt extrem gestiegen sind. Sollten Sie also ein entsprechendes Schreiben erhalten haben, so weisen Sie diese ab und verweisen Sie auf den bestehenden Vertrag. Notfalls wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle Energie oder beauftragen Sie einen Anwalt.

Preiserhöhung bekommen – Was nun?

Sie haben – und das verschweigen die Versorger gern – ein Sonderkündigungsrecht! Erhöht der Energieversorger die Preise so können Sie selbstverständlich den Vertrag zum Zeitpunkt der eintretenden Preiserhöhung kündigen. Diese Kündigungsmöglichkeit muss auch im Schreiben vermerkt sein, in der die Preiserhöhung angekündigt wird.

Nach der Kündigung: Wie geht es weiter?

Wir haben bereits an anderer Stelle erklärt, wie einfach es ist, den Stromversorger zu wechseln. Wichtig ist aktuell: prüfen Sie, ob der angebotene Tarif schon eine aktuelle Erhöhung beinhaltet oder ob hier noch eine Anpassung droht. Dazu können Sie zum Beispiel unseren kostenlosen ENERGIECHECK nutzen oder ein Vergleichsportal wie CHECK24.*

Bild: iStock/Hartmut Kosig

*Wir nehmen am CHECK24.net Partnerprogramm teil. Sollten Sie einen Vertrag über die den Link abschließen, erhalten wir dafür eine Werbekostenerstattung. Für Sie entstehen dadurch keine Nachteile.

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.