Kreditkarten: Strengere Regeln beim Online-Shopping

Das Bezahlen in Online-Shops wird durch neue Regeln sicherer, aber auch aufwändiger.

Bereits seit einigen Monaten ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Bezahlen in Onlineshops Pflicht. Dabei muss der Verbraucher nachweisen, dass ihm die Bezahlkarte auch wirklich gehört. War dies bisher nur für höhere Beträge ab 150 Euro der Fall, muss nun jeder Bezahlvorgang so genehmigt werden. Betrüger sollen es dadurch künftig schwieriger haben.

Ganz konkret bedeutet das für uns Verbraucher, dass es nicht mehr reicht die Kreditkartendaten und die Prüfziffer anzugeben, sondern es braucht dann noch eine Bestätigung via Smartphone, einer SMS oder einer TAN. Insgesamt wird es damit zwar sicher, aber auch deutlich aufwändiger im Internet zu shoppen. Dazu kommt, dass jede Bank die sogenannte starke Kundenauthentifizierung anders umsetzt. Beim Bezahlen im Internet sollte man künftig also etwas mehr Zeit einplanen.

Übrigens: Bei Beträgen unter 30 Euro liegt die Durchführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung im Ermessen des Kreditinstituts. Einige Banken, bieten zudem Ausnahmelisten an, bei denen sich Online-Shops eintragen lassen bei denen wir häufig einkaufen. Bei diesen Shops ist dann keine zusätzliche Identifizierung mehr nötig.

Bild: iStock/Farknot_Architect

Ron Perduss

Ich bin gelernter Bankkaufmann. Als Journalist mache ich seit über 20 Jahren Radio und seit 8 Jahren Fernsehen. Seit 2009 habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Fokus sind hier Ihre Fragen rund um Finanzen, Versicherungen, Verbraucher- und Reiserecht. Außerdem teste ich regelmäßig Produkte. Meine Beiträge laufen auch auf verschiedenen Radio- und TV-Sendern.

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